auf immerhin 4 Seiten wird unter dem Titel “Der große Solarschwindel” extrem kritisch die Solarenergie vom Autor Daniel Wetzel auseinandergenommen.
Schon in der Einleitung werden die Zahlen so drastisch verschoben dargestellt, dass jeder Solaranlagenbesitzer nach Canossa gehen müsste um Buße zu tun. Im Artikel wird ausgesagt, dass 3/4 des Strombedarfs durch Atom- und Kohlekraftwerke gedeckt wird. Gott sei Dank sind es nach Quellen des Statistischen Bundesamtes, des Ministeriums für Wirtschaft und Technologie, BDEW, Statistik der Kohlenwirtschaft e.V. und der Energiebilanzen e.V. nach vorläufigen Zahlen für 2010 “nur” 64,7%. Solarmodule sollen schon 3% und Windanlagen sollen die Solarstromproduktion um ein vielfaches übertreffen. Nach o.g. Quelle werden durch Photovoltaik 1,9% und Windkraft 5,8% Anteil an der Bruttostromerzeugung.
Es gibt auch korrekte Angaben: So die Erhöhung des Anteiles der erneuerbaren Energien und damit der zu erreichende Ökostromanteil von derzeit 17% auf mind. 35% bis 2020.jedoch schon im 1. Teil, “Solarstrom ist nicht billig” wird darauf hingewiesen, dass Anleger auf Tagesgeldkonten derzeit kaum 2,5% erzielen können, die bösen Solarbauern jedoch völlig risikolos jährlich 6 bis 8% Gewinn einstreichen, das ganze auch noch gesetzlich garantiert über 20 Jahre lang. Ist denn bekannt, dass alleine in 2010 die vier großen Energieversorger ca. 10 Mrd.€ Gewinn! bei einer EBIT-Rendite von bis zu 15% generiert haben? Und der Gewinn hauptsächlich aus der Atomenergie stammt? Ganz zu schweigen davon, dass die Endlagerung noch immer nicht geklärt ist.
Es werden Fakten vermengt, die jeweils für sich ihre Berechtigung haben. Der Hinweis, dasss 1 Windrad soviel Strom erzeugt wie 20 Fußballfelder voller Solarzellen. Die Kosten für Windkraft nur einen Bruchteil der Kosten für Solartechnik betragen. Na und! Windkraft wird sicherlich den mit Abstand höchsten Anteil an den erneuerbaren haben, das ist ok!!! Letztendlich macht es der Mix, Normalbürger können sich sehr wohl mit Solaranlagen beteiligen, Windräder im Garten kenne ich bisher keine. Nochmal, wer es möglich macht, Energieversorgern bis zu 15% Rendite einzustreichen, der muß froh und glücklich sein, wenn es eine Beteiligung von zum Teil Normalbürgern gibt, die Solarstrom erzeugen. Zumal es ja so ist, dass der Strom für die Privathaushalte gerade mal in etwa 25% des Gesamtstrombedarfes benötigen. Dafür aber kräftig zur Kasse gebeten werden, Gewerbestrom kostet oft nur die Hälfte, der für die Schwerindustrie wahrscheinlich noch weniger… ich tippe mal auf ein Viertel.
Klagen über Klagen, Investitionen in ein neues Leitungssystem, hallo, das steht sowieso an, ob mit oder ohne Strom aus erneuerbaren Energien. Die armen deutschen Solarfirmen, gerade mal eine arbeitet rentabel und eine gehört zu den großen der Branche weltweit. Warum ist das so? Fragt doch mal die Manager der Solarfirmen. Wenn es die Asiaten besser können, schaut doch mal rüber.
Schluß für heute, lest den Artikel mal durch und kommentiert fleißig. Ich wollte als registrierter WamS-Leser direkt kommentieren, leider wurde dies schon unterbunden, Kommentare zu dem Artikel sind nicht mehr möglich. Letzte Woche konnte ich am Montag einen Artikel noch kommentieren.